SG 1880 "Tell" Kösching
SG 1880 "Tell" Kösching

Chronik

Chronik der Schützengesellschaft 1880 "Tell" Kösching

Die Zimmerstutzengesellschaft "Tell" wurde 1880 gegründet, mit Vereinssitz beim Heidl Wirt. Um 1910 änderte sich der Name in >Schützengesellschaft "Tell" Kösching<. 1928/29 wurde Anton Licklederer der erste Schützenkönig

Von 1896 mit 36 Mitgliedern nahm die Zahl kontinuierlich bis 1943/44 bis auf fünf Mitglieder ab.

Wie alle Schützengesellschaften wurde die SG "Tell" am Ende des 2. Weltkriegs verboten. Eduard Biedinger, dem "Vereinsführer", gelang es, beim Einmarsch der Amerikaner, die Schützenkette zu vergraben. Er konnte auf diese Weise die damals 2,17 kg schwere Kette dem Verein erhalten, so dass sie auch heute noch stolz von jedem Schützenkönig getragen werden kann!

Aufgrund unermüdlicher Bemühungen von Josef Karg wurde 1958 der Verein als Schützengesellschaft 1880 "Tell" Kösching wieder ins Leben gerufen; das offizielle Eröffnungsschießen fand am 15.09.1960 statt.

Erster Schützenmeister von 1958 bis 1963 war Josef Karg.

1960 wurde auch erstmals wieder ein Vogelschießen veranstaltet, das dem heutigen Königsschießen entspricht – mit dem Unterschied, dass damals auf einen (unechten) Vogel statt der heutigen Papierscheibe geschossen wurde.

Ebenfalls 1960 nahmen erstmals vier Schützen beim Gauschießen teil.

1961 betrug der Jahresbeitrag 6 DM.

Das erste Vergleichsschießen mit der FSG Kösching fand am 06.04.1961 statt. Es wurde an vier Tagen geschossen und am Ende stand die FSG Kösching als Gewinner fest.

Else Mayer, die Vereinswirtin, wurde am 17.02.1962 überraschend 1. Schützenkönigin, wobei sie mal eben schnell den Kochlöffel aus der Hand legte und stattdessen im Schießstand das Gewehr zum Königsschuss anlegte.

Am 23.03.1963 waren Neuwahlen, bei denen Johann Kornprobst zum 1. Vorstand und Ludwig Schöner zum Schriftführer gewählt wurden.

Vom 11. bis 26. Juni 1965 veranstalteten die "Tell"-Schützen das Gauschießen im Rahme der Fahnenweihe. Hierfür wurden extra 23 Schießstände in der Maschinenhalle beim Heidl aufgebaut. Bei diesem Preisschießen beteiligten sich 63 Schützenvereine vom gesamten Gau Ingolstadt.

Die neue Fahne, die an dem Wochenende des 26./27. Juni 1965 geweiht wurde, hat Willi Stöhr entworfen. Als Patenverein konnten wir die SG "Edelweiß" Lenting gewinnen. Zu diesem Fest vor 40 Jahren hat die Festzeitschrift 50 Pfennig und eine Maß Bier 2 Deutsche Mark gekostet.

Höhepunkt des Festwochenendes war der wohl größte Festumzug, den Kösching bis dahin gesehen hat. Es beteiligten sich insgesamt 59 Vereine, davon 12 aus Kösching. Das ergab insgesamt 1200 mitwirkende Teilnehmer.

Durch den Reinerlös des Festes zur Fahnenweihe konnte die Schützengesellschaft neue Luftgewehre moderner Bauart der Firma Feinwerkbau anschaffen und damit den Schießsport attraktiver machen. Seither wurde immer wenn Mittel zur Verfügung standen, konsequent neue Ausrüstung angeschafft.

Der Mitgliedsbeitrag betrug 1967 mittlerweile 8 DM pro Mitglied.

Der 14-jährige Gerhard Bauer wurde 1968 neuer Schützenkönig.

1968 wurden sechs neue elektrische Schießstände im Nebenzimmer errichtet. Das gab uns ein Jahr später erstmals die Gelegenheit, das Sektionsschießen der Sektion Kösching abzuhalten, welches mit einem Teilnehmerrekord von 212 Schützen sehr erfolgreich war.

In der Vereinschronik wurde erstmals 1969 die Teilnahme an den Gaurundenwettkämpfen erwähnt. Das Endergebnis für die "Tell"-Mannschaft in der C-Klasse war der 2. Platz.

Im gleichen Jahr wurde der Mitgliedsbeitrag erneut auf 10 DM erhöht.

Zwei Jahre später erreichte dieselbige Mannschaft bei den Gaurundenwettkämpfen den Meistertitel in der C-Klasse.

1973 umfasst "Tell" Kösching 85 Mitglieder, davon 25 Aktive beim Schießen und bei Teilnahmen an Fahnenweihen.

Ebenfalls 1973 wurden die sechs elektrischen Schießstände in halbautomatische umgerüstet, das Dank zahlreicher Spenden von Vereinsmitgliedern ermöglicht werden konnte.

Im Jahr 1974 stieg die Mitgliederzahl auf 124 und es wurden erstmals Schützenpässe für 14 Schützen beantragt.

Josef Karg wurde 1976 zum Ehrenschützenmeister ernannt. Er war bis zu diesem Zeitpunkt 50 Jahre beim Bayerischen Sportschützenbund gemeldet.

Nachdem 1976 erstmals zwei Mannschaften für die Gaurundenwettkämpfe gemeldet wurden, konnten in 1978 ebenfalls erstmals eine Jugendmannschaft beim Sektionsschießen teilnehmen, welche den 4. Platz von sechs teilnehmenden Jugendmannschaften erreichten.

Die Schützengesellschaft war zu dieser Zeit jedes Jahr beim Köschinger Faschingsumzug dabei und leistete so ihren Beitrag zum Vereinsleben im Rahmen der Marktgemeinde.

Zum 01.04.1979 erhält der Verein eine Vereinssatzung und der Mitgliedsbeitrag wird auf 24 DM angehoben.

Anlässlich der 100-Jahr-Feier veranstaltete die Schützengesellschaft vom 14.06 bis 15.07.1980 ein Jubiläums- und Pokalschießen, bei dem 16 Vereine eingeladen wurden und insgesamt 280 Schützen teilnahmen.

An dem leider sehr verregneten Wochenende vom 11. bis 13. Juli 1980 wurde schließlich das 100-jährige Gründungsfest gefeiert, welches dennoch ein großer Erfolg in der Vereinsgeschichte war. Beim Umzug am Sonntag nahmen 78 Vereine teil. Festleiter war damals Johann Brunner und die Festdamen waren Cornelia Licklederer, Gertrud Deindl, Margit und Birgit Liepold. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden die Wiedergründungsmitglieder Rudolf Krassler, Ludwig Bayer, Josef Bumes, Franz Schneider, Johann Liepold, Max Maier und Martin Mayer geehrt. Die Jubiläumsscheibe, gestiftet von Gerhard Krassler, wurde mit einem 18-Teiler von Harald Rasch gewonnen.

1981 nahmen die "Tell"-Schützen über das Jahr hinweg an 10 Fahnenweihen teil, bei denen sich die Schützengesellschaft bei einer wachsenden Mitgliederzahl bis zum 28.03.1982 in Höhe von 130 Personen, würdig vertreten hat. Thomas Schweller wurde in diesem Jahr der erste Jugendschützenkönig des Vereins.

1982 wurde die 1. Mannschaft Meister in der B-Klasse. Doch weil die "Tell"-Schützen sich weigerten in die höhere Klasse aufzusteigen, mussten sie zur Strafe im nächsten Jahr in der noch niedrigeren C-Klasse starten.

Im gleichen Jahr übernahm der Verein die Patenschaft des Köschinger Heimatvereins.

Bei der Jahreshauptversammlung am 26.11.1982 wurde Else Mayer mit überragender Mehrheit zum 2. Schützenmeister gewählt. Hierzu konnte man eine Woche darauf im Donaukurier die Schlagzeile "Schützenmeister trägt jetzt Rock" lesen.

Für die 20-jährige Tätigkeit als 1. Schützenmeister wurde Johann Kornprobst am 18.03.1983 ein Zinnkrug überreicht und im November 1983 wurde den sechs Ehrenmitgliedern des Vereins für ihr 25-jähriges Vereinsjubiläum die silberne Ehrennadel vom Gau überreicht.

Auf Initiative des neu beigetretenen Mitglieds Rosemarie Mayer wurde 1984 erstmals eine Damenmannschaft im Gau angemeldet. Im September des gleichen Jahres kaufte der Verein eine elektronische Teilermaschine.

1986 richteten die Schützengesellschaft 1880 "Tell" Kösching erstmals das Köschinger Marktschießen aus, bei dem 808 Schützen der verschiedensten Köschinger Vereine und Gruppen teilnahmen.

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